Musiker*INNEN

Workshop-Leiter*Innen ChorOnline

Tamar Buadze lebt und arbeitet als Sängerin, Dirigentin und Dozentin in Georgien. Sie hat am Konservatorium in Tiflis Gesang und Chorleitung studiert und leitet seit 2006 die Musikschule für traditionelle georgische Musik in Rustawi. Europaweit tritt sie mit ihrem Jugendchor Tutarchela und dem gleichnamigen Frauenchor regelmässig an Folklorefestivals und Chorwettbewerben auf und erhielt 2012 für die Verbreitung des georgischen traditionellen Liedguts in Europa den georgischen Verdienstorden.

Foto: Rahel von Gunten

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Tiezerk (armenisch: Universum) ist ein Duo as Yerevan, das keine künstlerischen Grenzen kennt. Die beiden jungen Sängerinnen und Multiistrumentalistinnen Lusine Mlke-Galystan und Eliza Baghdiyan nehmen die traditionelle armenische Musik als Basis und entwickeln diese in kunstvollen, verträumten aber auch temperamentvollen Arrangements weiter, um daraus ihre ganz eigene Musik zu entwickeln. Sie arbeiten eng mit dem MIHR Theater ihrer älteren Geschwister zusammen, dem einzigen unabhängigen Tanztheater Armeniens, und treten regelmässig in multidisziplinären Bühnenproduktionen auf.

Mariana Sadovska ist eine preisgekrönte Sängerin, Multiinstrumentalistin und Schauspielerin aus der Ukraine, die heute in Köln lebt. Sie hat viele ethnomusikologische Expeditionen in der ländlichen Ukraine und in Polen durchgeführt und dabei eine grosse Anzahl traditioneller Lieder und Geschichten gesammelt sowie Rituale erforscht. Für ihre künstlerische Verarbeitung und die Weiterentwicklung dieses spannenden Materials in zahlreichen Bühnenprojekten erhielt sie 2013 den Weltmusikpreis RUTH.

Dessislava Stefanova ist eine Sängerin und Chorleiterin aus dem bulgarischen Stara Zagora. Währen drei Jahren war sie Mitglied des berühmten Filip Kutev National Folk Music and Dance Ensembles in Sofia, bevor sie im Jahr 2000 nach London auswanderte, wo sie an der School of Oriental and African Studies (SOAS) studierte. Dessi leitet den London Bulgarian Choir und den Swiss Bulgarian Choir und unterrichtet regelmässig bulgarische Gesangsworkshops in verschiedenen Ländern.

Gabriella Aiello ist eine Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin aus Rom, die sich intensiv mit dem traditionellen Liedgut Italiens beschäftigt. Ausgebildet an der Scuola Popolare di Musica di Testaccio in Rom, faszinieren sie besonders die unterschiedlichen Vokaltechniken im Gesang: von Belcanto, über Jazz und Obertongesang bis hin zum traditionellen Gesang unterschiedlicher Kulturen. Gabriella hat in zahlreichen Musik- und Theaterproduktionen mitgewirkt und ist immer wieder an multiethnischen Festivals in ganz Europa anzutreffen.

Foto: Claudio Petrucci | gabriellaaiello.com

Petya Dragneva und Dragni Dragnev arbeiten beide als Musiker/Sängerin und Musiklehrpersonen an der Nationalen Musikschule für Geisteswissenschaften und Kunst “Konstantin Preslavski” in Varna, Bulgarien. Petya studierte traditionellen bulgarischen Gesang und die bulgarische Laute Tambura an der Akademie für Musik- und Tanzkunst in Plovdiv und leitet seit 2001 den Kinderchor “Медени звънчета” (Kupferglocken). Dragni studierte den traditionellen bulgarischen Dudelsack Gajda an der Musikschule “Orpheus” in Shiroka Laka und setzte sein Studium dann an der Akademie für Musik- und Tanzkunst in Plovdiv fort. Er unterrichtet heute verschiedene Arten der Gajda (Jura und Kaba). Das Ehepaar ist als Kursleitende in unzähligen Seminaren und Workshops für traditionelle bulgarische Musik in ganz Europa anzutreffen.

 

Referent*Innen CaféOnline

Iŋgor Ántte Áilu Gaup (Ailloš) ist Musiker, Komponist, Schauspieler und Joiker aus dem norwegischen Teil von Sápmi, dem traditionellen Lebensraum der Minderheit der Saami. Aufgewachsen in einer Familie, die von der Rentierzucht lebte, hat er den saamischen Joik schon früh erlernt, obwohl diese Vokalkunst damals zwar nicht mehr verboten, aber dennoch verpönt war. Heute unterrichtet Ailloš den traditionellen Joik und die Kultur der Saami weltweit, experimentiert aber selber auch gern mit spannenden musikalischen Crossovers zwischen Joik und Vokalformen aus Indien, Afrika und dem Gebiet der Inuit.

Foto: Aslak Mikal Mienna

Vitaly Yevseyev ist Musiker und Folkloreforscher. Ursprünglich aus dem sibirischen Omsk, lebt er zurzeit in Moskau, wenn er nicht gerade mit seinem Projekt „One Way Tickets“ ohne Geld aber mit einer Gitarre um die Welt reist. Auf unzähligen Expeditionen in den weit abgelegenen Gebieten Sibiriens hat Vitaly traditionell Volkslieder, Tänze und Märchen der dort lebenden unterschiedlichen Ethnien gesammelt, welche er gemeinsam mit seiner Frau Svetlana Yevseyeva und ihrer Band URGAband als Rockversionen arrangiert.

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Filip Arilon ist ein Volkstanzforscher, Sänger und Multiinstrumentalist aus Nordmazedonien. Seit seiner Kindheit mit den mazedonischen Tänzen vertraut, hat er an der Musikakademie in Štip Ethnochoreologie (Tanzethnologie) studiert und sammelt seitdem Tänze, Lieder und Instrumentalstücke aus seinem Land. Diese kulturellen Schätze unterrichtet Filip weltweit in verschiedenen Musik- und Tanzseminaren.

Karin Eriksson ist Musikethnologin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind traditionelle Musik und Fragen der kulturellen Zugehörigkeit, der musikalischen Wertschöpfung und zum Kulturerbe. Sie promovierte 2017 in Musikwissenschaft an der Universität Uppsala und arbeitete als Forscherin am Zentrum für schwedische Volksmusik- und Jazzforschung in Stockholm, Schweden. Olav Luksengård Mjelva ist einer der besten traditionellen Fiedler Norwegens. Er tourt auf der ganzen Welt und erhielt mehrere renommierte Auszeichnungen für sein Spiel.

Musiker*innen bei ConcertOnline

Andhira – das sind vier Musiker*innen aus Sardinien, die seit 2001 zusammen musizieren: Elena Nulchis (Gesang, indisches Harmonium), Egidiana Carta (Gesang und Flöte), Michela Saba (Gesang) und Luca Nulchis (Klavier, indisches Harmonium, Gesang) arbeiten mit dem archaischen Ausdruck der Hirtenlieder ihrer Heimat Sardinien, gehen aber inhaltlich weit darüber hinaus. Ihre Musik erzählt Geschichten, verarbeitet Sehnsüchte, es wird von verborgenen und mysteriösen Orten berichtet, von menschlicher Bosheit, von der Heiligkeit der Natur und ihrer Elemente, von kostbaren Erinnerungen...  

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HÜMA ist eine multikulturelle Band aus Zürich mit Musiker*innen, die einen türkischen, kurdischen, mazedonischen und schweizerischen Hintergrund haben. Ihre Musik bezeichnen sie als Ethno-Jazz, also ein moderner Umgang mit traditioneller Musik aus dem Osten mit spannenden Jazz- und Rock-Einflüssen. Die sieben Bandmitglieder – Hakan Can (Oud, Gesang), Ülkü Can (Gesang), M. Ali Demren (Gitarre, Gesang), Ezgi Berberoglu (Streich-Tambur), Nehrun Aliev (Akkordeon, Klarinette), Mirco Häberli (Kontrabass) und Raphael Zuzak (Perkussion) – sind nicht nur Expert*innen klassischer türkischer sowie kurdischer und türkischer traditioneller und populärer Musik, sondern sie schreiben auch eigene Songs.

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